Webservices und Client Server Konzepte: Unterschied zwischen den Versionen

Aus CCWiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Zeile 333: Zeile 333:


== Horizontale Skalierung ==
== Horizontale Skalierung ==
Die '''vertikale Skalierung''' ist ab einer gewissen Nutzungslast (anzahl der Benutzer) nicht mehr ausreichend. Hier kann dann '''horizontal Skaliert''' werden. Dies bedeutet, der Webservice wird über mehrere Rechner verteilt, bzw. der Anwendung werden weitere Rechner (Knoten/Nodes) hinzugefügt. Diese Art der Skalierung ist jedoch nicht für jede Anwendung geeignet, bzw. müssen Anwendung auf diese spezielle Art der Skalierung ausgelegt sein. Wie zuvor beschrieben, ist die '''Zustandslosigkeit''' ein wichtiges Prinzip von '''RESTful Webservices''', dieses Prinzip begünstigt '''horizontale Skalierung'''. Die Nachrichten sind '''selbstbeschreibend''', das bedeutet Sie können von jedem beliebigen Node des Webservices bearbeitet werden.
Die '''vertikale Skalierung''' ist ab einer gewissen Nutzungslast (anzahl der Benutzer) nicht mehr ausreichend. Hier kann dann '''horizontal Skaliert''' werden. Dies bedeutet, der Webservice wird über mehrere Rechner verteilt, bzw. der Anwendung werden weitere Rechner (Knoten/Nodes) hinzugefügt. Diese Art der Skalierung ist jedoch nicht für jede Anwendung geeignet, bzw. müssen Anwendung auf diese spezielle Art der Skalierung ausgelegt sein. Wie zuvor beschrieben, ist die '''Zustandslosigkeit''' ein wichtiges Prinzip von '''RESTful Webservices''', dieses Prinzip begünstigt '''horizontale Skalierung'''. Die Nachrichten sind '''selbstbeschreibend''', das bedeutet Sie können von jedem beliebigen Node des Webservices bearbeitet werden.<br>
Folgende Grafik soll die Funktionsweise von horizontaler Skalierung besser erklären:
[[Datei:Horizontale skalierung.png|mini|400px|none|Beispiel für horizontale Skalierung]]
=== Loadbalancer ===
Der Loadbalancer verteilt alle Anfragen der Clients nach einem gewissen Algorithmus. Das kann beispielsweise ein '''Nginx''' Webserver sein.
=== Anwendungsserver ===
Node.js 1 - Node.js 4 sind die Anwendungsserver. Diese kommunizieren mit den Datenbankservern. Werden beispielsweise Bilder hochgeladen, so sollten diese Anwendungsserver auch alle zugriff auf einen gemeinsam genutzen persistenten Speicher haben - '''Shared Storage'''.
=== Datenbankserver ===
MongoDB Shard 1 und MongoDB Shard 2, sind die Datenbankserver. Die horizontale Skalierung erfolgt bei '''MongoDB''' über sogenannte '''Shards''' (Scherben). Nicht jeder Datenbankserver verfügt über den selben Datenbestand. Ein vereinfachtes Beispiel wäre: Alle Kundendaten deren Vornamen dem Buchstaben A-M beginnt, liegen auf Shard 1, von N-Z liegen auf Shard 2.<br><br>
Die Grafik ist stark vereinfacht. Müssten beim Anwendungsserver weiters '''Mongo Router''' vorhanden sein. Diese Router entscheiden welche Abfrage an welchen MongoDB Server geleitet wird. Weiters bestehen die '''Shards''' aus einem '''Replication Set''', dies ermöglicht '''Hochverfügbarkeit''' und '''hohe Datensicherheit'''.
[[Datei:Sharded-cluster-production-architecture.png|mini|none|Mongo Shard<ref>https://docs.mongodb.com/manual/sharding/</ref>]]


= Quellen =
= Quellen =

Version vom 16. Januar 2021, 10:09 Uhr

In den folgenden Abschnitten soll geklärt werden, was ein Webservice ist und worum es sich im spezillen bei RESTful Webservices handelt.

Webservices

Zu allererst soll geklärt werden, was ein Webservices ist:

Ein Webservice (auch Webdienst) stellt eine Schnittstelle für die Maschine-zu-Maschine- oder Anwendungs-Kommunikation über Rechnernetze wie das Internet zur Verfügung. Dabei werden Daten ausgetauscht und auf entfernten Computern (Servern) Funktionen aufgerufen. Jeder Webservice besitzt einen Uniform Resource Identifier (URI), über den er eindeutig identifizierbar ist, sowie je nach Implementierung eine Schnittstellenbeschreibung in maschinenlesbarem Format (als XML-Artefakt, z. B. WSDL), die definiert, wie mit dem Webservice zu interagieren ist. Die Kommunikation kann über Protokolle aus dem Internetkontext wie HTTP oder HTTPS erfolgen; über diese Protokolle wiederum kann beispielsweise XML oder JSON übertragen werden. Ein Webservice ist plattformunabhängig und steht in der Regel mehreren Programmen zum Aufrufen bereit. [1]

Was bedeutet dies nun ganz stark vereinfacht. Ein Webservice ist ein Programm, welches auf einem Server läuft, der über das Internet erreichbar ist. Ein Client (Browser, Anwendung, App), sendet Anfragen an diesen Webservice mit einem standardisierten Protokoll (z.B.: HTTP) und erhält darauf Antworten.

Im folgenden wollen wir uns nun mit RESTful Webservices beschäftigen, diese erfreuen sich großer beliebtheit und stehen in Konkurrenz zu anderen Varianten wie z.b.:

  • WSDL/Soap basierten Webservices - Stark antiquiertes Konezpt
  • GraphQL basierten Webservices - Damit werden unzulänglichkeiten bei RESTful Webservices behoben, jedoch wird auch auf die einheitliche Schnittstelle verzichtet

RESTful Webservice

Ein RESTful Webservice ist nicht eine konkrete Implementierung, es ist vielmehr ein Architekturstil dem gefolgt werden soll. Dieser besteht aus Prinzipien und Eigenschaften die auf einen Webservice zutreffen müssen, damit es sich um einen RESTful Webservice handelt bzw. einen Webservice der auf den REST Prinzipien beruht. REST steht für Represential State Transfer und wurde von Roy Fielding entworfen.

Prinzipien

Im folgenden wollen wir auf einige der Prinzipien eingehen. Folgender Abschnitt ist jedoch nicht vollständig, soll aber an dieser Stelle ausreichen.

Einheitliche Schnittstelle

Dies ist ein Hauptunterscheidungsmerkmal zu den meisten anderen Webservice Architekturen. Die einheitliche Schnittstelle besteht aus vier weiteren Eigenschaften, wobei wir im folgenden nur drei besprechen werden. Das Ziel ist, wie der Name schon sagt, eine einheitliche Schnittstelle für Webservices und eine daraus folgende einfache Nutzbarkeit.
Jede Ressource hat einen eindeutigen Bezeichner, URI Uniform Resource Identifier, und ist über eine URL erreichbar ist. Eine Ressource kann z.B. ein Kundenprofil sein.

Kunde mit der id 101 -> https://webservice.drlue.at/customer/101

Die Manipulation soll einheitlich erfolgen, dafür bieten sich die HTTP Methoden an. Betrachten wir das Beispiel des Kunden mit der Id 101 und stellen den Vergleich zu den HTTP Methoden her:

HTTP Methode URL Operation
GET https://webservice.drlue.at/customer/101 Holen der Benutzerinformation
DELETE https://webservice.drlue.at/customer/101 Löschen des Benutzers
PUT https://webservice.drlue.at/customer/101 Verändern des Benutzers, es müssen die zu ändernden Daten mitgesendet werden
POST https://webservice.drlue.at/customer Anlegen eines neuen Benutzers, die Benutzerdaten müssen mitgesendet werden


Weiters soll die Repräsentation der Ressourcen unabhängig von deren eigentlicher Repräsenation z.B.: auf der Datenbank sein. Der Webservice soll es ermöglichen, die Repräsenation auszuwählen. Eine Webseite fordert die Daten beispielsweise als HTML, ein Android Client als JSON an. Das Angeforderte Format wird über den HTTP Accept Header mittels eines MIME-Type festgelegt.

Der MIME-Type (Multipurpose Internet Mail Extensions type) oder Mediatype besteht aus folgendem Format: type/subtype.
Weiters können mehrere mögliche Mediatypes angegeben und mit einer Gewichtung versehen werden (was wäre mir das liebste Format).

Anbei ein Beispiel wie dies in Node.js mit dem Express Framework realisiert werden kann.

app.get('/user/:id', async (req, res) => {
  var user = User.findById(req.params.id);
  if(req.accepts('html')) {
    //HTML rendern wenn html akzeptiert wird
    res.render('userprofile', { user: user });
  } else {
    //Wenn html nicht akzeptiert wird, wird json zurückgegeben
    res.json(user);
  }
}
Beispiele für den Accept Header
Accept Header Bedeutung
application/json JSON wird zurückgegeben
text/html HTML wird zurückgegeben
image/png Bild wird als PNG angefordert
image/jpeg Bild wird als JPEG angefordert

Hypermedia as the Engine of Application State (HATEOAS)

Laut Fielding die wichtigste Eigenschaft. Diese Eigenschaft wird jedoch weit nicht in allen Webservices welche sich als RESTful bezeichnen implementiert. Anbei ein sehr einfaches Beispiel welches das Prinzip beschreiben soll. Eine Kundenressource wird mittels GET Request angefordert:

{
  id: "123",
  name: "Luke",
  link: {
    messages: "/user/123/messages",
    ban: "/user/123/ban" 
  }
}

Die Response liefert sämtliche Operationen oder weiterführende Ressource, die bei dieser Ressource zur Verfügung stehen.

Caching

HTTP Caching soll implementiert werden. Wobei jede Anfrage die nicht gestellt werden muss, die beste ist. Klären wir zuerst den Begriff des Cachings. Dieses Konzept gilt natürlich in vielen Bereichen der Informatik, wir erklären den Begriff anhand des Zugriffs auf eine Ressource. Eine Ressource wird geholt, zu einem späteren Zeitpunkt wird diese Ressource erneut geholt. Hat sich diese nicht verändert, so soll sie nicht erneut übertragen werden, sondern aus dem Zwischenspeicher der Anwendung abgerufen werden.

Durch Caching bei Webanwendungen soll die Übertragung von Daten über das Internet reduziert werden.

In folgender Tabelle wird die Funktionsweise von HTTP Caching mittels ETag beschrieben. Man beachte, die HTTP Anfragen sind nicht vollständig und beschränken sich auf die fürs Caching wesentlichen Header.

Ablauf beim Anfragen auf eine Ressource (http://webservice.drlue.at/customer/101)
Anfrage Antwort Beschreibung
GET /customer/101 HTTP/1.1
Host: webservice.drlue.at

                                                                          

HTTP/1.1 200 OK
Etag: "478fb2348f700"

{
  "name": "luke",
  "id": 101
}

                                                             

Erstmaliges holen der spezifischen Ressource. Server Antwortet mit den Daten und liefert im HTTP Header den ETag mit
GET /customer/101 HTTP/1.1
Host: webservice.drlue.at
If-none-match: "478fb2348f700"
HTTP/1.1 304 Not Modified
Etag: "478fb2348f700"
Eine weitere Anfrage des Clients erfolgt mit dem ETag nun aber im If-none-match Header. Man könnte diese Anfrage wie folgt interpretieren: Gib mir die Ressource nur zurück, wenn der ETag nicht mehr zutrifft. Der Server Antwortet mit dem HTTP Statuscode 304 Not Modified. Dies bedeutet, es hat sich nichts geändert. Der Client wird somit darauf hingewiesen die Daten aus seinem eigenen Cache oder Zwischenspeicher zu holen.
GET /customer/101 HTTP/1.1
Host: webservice.drlue.at
If-none-match: "478fb2348f700"
HTTP/1.1 200 OK
Etag: "497fb2348f705"

{
  "name": "luke1",
  "id": 101
}
Zu einem späteren Zeitpunkt holt der Client erneut die Selbe Ressource und sendet wieder den ETag mit. Die Ressource hat sich jedoch am Server geändert. Dieser sendet die Ressource dem Client zurück und sendet zusätzlich im Header den neuen ETag mit.

Mögliche Implementierung

In modernen Technologien wie z.B.: Express für Node.js finden sich automatische mechanismen für die Caching implementierung über ETags. Der Ablauf ist denkbar einfach. Der Server betrachtet vor dem Absenden der Antwort an den Client deren Inhalt. Es geht hier nur um den HTTP Body, die Header spielen hier keine Rolle. Aus dem Body wird eine Hashsumme berechnet und diese wird dann als ETag verwendet.

Hashsumme: Mittels eines Hashalgorithmus wie z.b.: (SHA256, MD5, ...) kann aus einer großen Datenmenge ein "eindeutiger" Wert berechnet werden. Bei SHA256 hat dieser Wert immer eine Länge von 256 Bit, egal wie groß der Input ist. Der Wert kann natürlich nicht eindeut sein, doch die Chance ist verschwindend gering, dass für unterschiedliche Input Daten, die selbe Hashsumme gebildet wird.

Diese Implementierung bietet eine einfache Möglichkeit des Cachings um die Datenübertragung vom Client zum Server deutlich zu reduzieren. Dies reduziert die Netzwerklast auf Client und Serverseite.

Eine Rechenauslastung auf Seiten des Servers findet jedoch nicht statt. Der Body der Antwort muss bei jeder Antwort erstellt werden um den ETag zu generieren. Das bedeutet, der Server muss trotzdem Anfragen an die Datenbank stellen bzw. alle nötigen Berechnungen ausführen um die Antwort zu erstellen.
Weiters ist das Bilden der Hashsumme, vorallem wenn es sich um größere Datenmengen handelt, eine Rechenintensive Operation. Ändern sich die Daten regelmäßig, so könnte man sich das bilden der Hashsumme und den daraus resultierenden mehraufwand, sparen.

Zustandslosigkeit

Jede Nachricht zum oder vom Webservice ist Zustandslos. Dies bedeutet, die Nachricht steht alleine für sich und beinhaltet alle nötigen Informationen damit diese bearbeitet werden kann. Das bedeutet, es besteht keine Verknüpfung zwischen den Nachrichten. Das bedeutet natürlich nicht dass es bei Requests keinen Zusammenhang geben kann. Wie z.B.: Bevor ein Benutzer eine Nachricht senden kann, benötigt er natürlich ein Profil. Somit muss der Webservice die Verbindung eines Clients und dessen Zustand auf dem Server speichern. Dies begünstigt bei Servern die horizontale Skalierbarkeit.

Es gibt zwei Arten der Skalierung:
* Vertikale Skalierung - Mehr Rechenpower auf einem Server
* Horizontale Skalierung - Verteilung der Rechenlast über mehrere Server

Da die Nachrichten zustandslos sind, ist egal an welchen Server diese übermittelt werden. Gibt es mehrere Anwendungsserver so müssen diese natürlich die Daten untereinader synchron halten. Dies kann z.B.: über einen einzelnen Datenbank Server (oder eine Datenbank Cluster) realisiert werden.

Probleme bei der Zustandslosigkeit

Ein Problem bei der Anforderung der Zustandslosigkeit, stellt die Authentifizierung dar. Somit müsste der Client bei jeder Anfrage an den Webservice die kompletten Anmeldeinformationen mitsenden.

Mögliche komplett zustandslose Lösungen

Eine mögliche Variante für eine komplett zustandslose Authentifizierung bietet Basic Auth. Im HTTP Header Authorization wird der Benutzername und das Passwort mitgesendet. Der Benutzername und das Passwort werden mit einem : getrennt und Base64 ([Encodieren], [Decodieren]) codiert.

Benutzername: Luke
Passwort: Luki
Base64 Encodiert (Luke:Luki): THVrZTpMdWtp

Der Request (als Beispiel ein GET Request) würde dann folgendermaßen aussehen:

GET /customer/101 HTTP/1.1
Host: webservice.drlue.at
Authorization: Basic THVrZTpMdWtp

Hierbei handelt es sich nun um eine zustandslose Authentifizierung, da die komplette Anmeldeinformation jedesmal mitgesendet wird. Dadurch muss der Server natürlich auch bei jedem Request eine Überprüfung der Zugangsdaten vornehmen.
Die Basic Authentifizierung wird normalerweise nicht bei einem initialen Request an den Server gesendet, der gebräuchliche Ablauf verhält sich in etwa wie folgt. Jedoch kann sich der Client die Authentifizierungsmethode merken, und bei späteren Requests immer die Basic Authentifizierung mitsenden:

Austausch der Authentifizierungsmethode
Anfrage Antwort Beschreibung
GET /customer/101 HTTP/1.1
Host: webservice.drlue.at
HTTP/1.1 401 Unauthorized
WWW-Authorization: Basic realm="DrlueWebservice"

Der intiale Request vom Client and den Server wird mit dem HTTP Statuscode 401 Unauthorized abgewiesen. Im HTTP Header WWW-Authenticate, wird die Authorisierungsmethode preisgegeben.

GET /customer/101 HTTP/1.1
Host: webservice.drlue.at
Authentication: Basic THVrZTpMdWtp

                                                                               

HTTP/1.1 200 OK

{
  "name": "luke1",
  "id": 101
}

                                                                                                           

Der Client sendet die Authentifizierungsdaten mit, der Server kann die Authentifizierung vornehmen.

GET /customer/102 HTTP/1.1
Host: webservice.drlue.at
Authentication: Basic THVrZTpMdWtp
HTTP/1.1 200 OK

{
  "name": "luki",
  "id": 102
}

Bei jedem weiteren Request kann der Client direkt die Authentifizierungsdaten mitsenden.

Nach der Authentifizierung sendet der Server mittels des Response Headers Set-Cookie ein Cookie mit und erstellt somit eine Session - Sitzung. Das Cookie wird auf dem Server verschlüsselt und kann nicht durch den Client entschlüsselt und die Daten im Klartext gelesen werden. Es enthält einen Session Identifier welcher eine Zuordnung zur Session am Server dient. Die Session am Server kann alle möglichen Informationen enthalten, die der Identifikation des Benutzers dienen (z.B.: ID). Der Client (z.B.: Browser) verwendet nun dieses Cookie bei jedem Request und sendet es im Header Cookie mit. Um die Zuordnung zu gewährleisten muss der Server die Session selbst speichern, dies kann aber beispielsweise auch über eine Datenbankanbindung realisiert werden, somit haben mehrere Anwendungsserver die Möglichkeit eine Session zuzuordnen und zu verifizieren.
Weiters hat eine Session eine gewisse Gültigkeitsdauer. Wird die Session über eine längere Zeit nicht verwendet, so verliert diese ihre Gültigkeit.

Somit handelt es sich hier um eine stateful Authentication da Daten auf dem Server gespeichert werden müssen.
Token basierte Authentifizierung

Eine komplett Zustandslose Authentifizierung, ist die Authentifizierung mittels Token. Ein Beispiel wäre hierfür der JWT Token. Der Mechanismus funktioniert ähnlich wie bei der Session, jedoch enthält der Token die Informationen selbst und nicht nur eine Zuordnung zu einer Session.
Meist besteht ein Authentifizierungstoken aus zwei Bestandteilen:

  • Auth Token - Der eigentliche Token, welcher für die ständige Authentifizierung verwendet wird. Dieser hat meist nur eine sehr kurze Gültigkeit (z.B.: 30 Minuten).
  • Refresh Token - Dieser Token hat meist eine sehr lange Gültigkeit und wird verwendet um den Auth Token zu aktualisieren. Bei der Aktualisierung kann beispielsweise geprüft werden, ob eine erneute Authentifizierung erfolgen darf.
Bei einer Token basierten Authentifizierung können wir von einer stateless Authentication sprechen.

Mehrschichtige Systeme

Die Webservice Systeme sollen mehrschichtig aufgebaut werden, der Zugriff auf das System soll aber nur über eine Schnittstelle erfolgen. Der Aufbau kann wie folgt aussehen.

  1. Loadbalancer - z.B.: Nginx
  2. Mehrere Anwendungsserver - z.B.: Node.js Express Server
  3. Datenbankserver - z.B.: Mongodb

Clients stellen die Anfragen nur an den Loadbalancer. Dieser verteilt die Anfragen gleichmäßig über alle Anwendungsserver welche die Anfrage bearbeiten und beantworten. Diese kommunizieren wenn benötigt mit dem Datenbankserver. Der Client selbst kommuniziert niemals mit dem Datenbankserver.

Beispiel

Ein Messenger Dienst soll konzipiert werden. Folgende Ressourcen bzw. Funktionalitäten sollen abgebildet werden:

  • Benutzer - Ein Benutzer kann erstellt/verändert/gelöscht und es können ihm Nachrichten gesendet werden. Weiters kann dieser Benutzer in Gruppen enthalten sein.
  • Gruppe - Eine Gruppe enthält mehrere Benutzer, kann erstellt/verändert/gelöscht und es können ihr Nachrichten zugesendet werden.
  • Nachricht - Nachrichten sollen im Kontext von Benutzern oder Gruppen erstellt/abgefragt werden, jedoch auch als eigene Ressource abgefragt und modifiziert werden können.
  • Authentifizierung - Ein Benutzer soll sich an und abmelden können.

Folgende Auswahl der Routen stellt eine Möglichkeit dar, hat jedoch keinen absoluten Anspruch auf Richtigkeit. Dabei werden etwaige Vereinfachungen nicht verwendet (siehe Authentifizierung):

Routen für Benutzer
HTTP Methode Route Beschreibung
GET /user/:id Holen von Benutzerdaten eines bestimmten Benutzers
PUT /user/:id Verändern von Benutzerdaten eines bestimmten Benutzers
DELETE /user/:id Löschen eines bestimmten Benutzerprofils
POST /user Benutzerprofil erstellen
POST /user/:id/message Nachricht an einen bestimmten Benutzer senden
GET /user/:id/message Nachrichten für einen bestimmten Benutzer holen
GET /user/:id/group Alle Gruppen eines bestimmten Benutzers holen
Routen für Nachricht
HTTP Methode Route Beschreibung
GET /message/:id Eine bestimmte Nachricht holen
DELETE /message/:id Eine bestimmte Nachricht löschen
PUT /message/:id Eine bestimmte Nachricht verändern
Routen für Gruppe
HTTP Methode Route Beschreibung
GET /group/:id Eine bestimmte Gruppe holen
DELETE /group/:id Eine bestimmte Gruppe löschen
PUT /group/:id/user/:user_id Einer bestimmten Gruppe einen Benutzer hinzufügen
DELETE /group/:id/user/:user_id Einen bestimmten Benutzer aus einer bestimmten Gruppe löschen
GET /group/:id/message Alle Nachrichten aus einer bestimmten Gruppe holen
POST /group/:id/message Eine Nachricht an eine bestimmte Gruppe senden
Routen für Authentifizierung
HTTP Methode Route Beschreibung
POST /auth/:username_or_email Authentifizierung durchführen, z.B.: Authentifizierungstoken und Benutzerdaten werden zurückgesendet
DELETE /auth/:id Authentifizierung ungültig machen bzw. Logout

Skalierbarkeit

Unter Skalierbarkeit versteht man die Fähigkeit eines Systems, Netzwerks oder Prozesses zur Größenveränderung. Meist wird dabei die Fähigkeit des Systems zum Wachstum bezeichnet.[1]

Skalierbarkeit hat nicht nur bei Softwaresystemen eine Bedeutung. Betrachten wir z.B.: eine Bar. Unter der Woche kommt nicht viel Kundschaft, es wird nur eine Person zum ausschenken benötigt. Am Wochenende kommen mehr Leute und das Personal wird erhöht. Wenn die Besucherzahl ansteigt, so werden mehr Leute beschäftigt. Dies klappt aber nur bis zu einem gewissen Punkt, da der Platz beschränkt ist. Ist der Platz voll, so könnte die Barbesitzerin ihr Lokal um einen Raum erweitern, oder gar ein zweites Lokal eröffnen.
Hier können wir nun einen Vergleich zu den zwei skalierungsmöglichkeiten bei Systemen aufstellen, Vertikale Skalierung und Horizontale Skalierung.

  • Beim Aufstocken des Personals und der erweiterung der Bar um einen Raum, können wir von vertikaler Skalierung sprechen.
  • Macht die Betreiberin eine weitere Bar auf, so wäre das horizontale Skalierung

Nun wollen wir das konstruierte Beispiel verlassen und uns auf Softwaresysteme beschränken. Als Beispiel verwenden wir einen Webservice bei dem Kunden Ihre Bilder verwalten können. Steigt die Anzahl der Kunden, so haben wir wie beim Bar Beispiel zwei möglichkeiten der Skalierung.

Vertikale Skalierung

Bei der vertikalen Skalierung wird die Serverperformance eines Servers erhöht:

  • Mehr CPUs
  • Mehr Arbeistspeicher
  • Schnellere Netzwerkanbindung
  • Größere und Leistungsfähigere Festplatten

Diese Form der Skalierung ist die einfachste Variante um eine Anwendung leistungsfähiger zu machen.

Horizontale Skalierung

Die vertikale Skalierung ist ab einer gewissen Nutzungslast (anzahl der Benutzer) nicht mehr ausreichend. Hier kann dann horizontal Skaliert werden. Dies bedeutet, der Webservice wird über mehrere Rechner verteilt, bzw. der Anwendung werden weitere Rechner (Knoten/Nodes) hinzugefügt. Diese Art der Skalierung ist jedoch nicht für jede Anwendung geeignet, bzw. müssen Anwendung auf diese spezielle Art der Skalierung ausgelegt sein. Wie zuvor beschrieben, ist die Zustandslosigkeit ein wichtiges Prinzip von RESTful Webservices, dieses Prinzip begünstigt horizontale Skalierung. Die Nachrichten sind selbstbeschreibend, das bedeutet Sie können von jedem beliebigen Node des Webservices bearbeitet werden.
Folgende Grafik soll die Funktionsweise von horizontaler Skalierung besser erklären:

Beispiel für horizontale Skalierung

Loadbalancer

Der Loadbalancer verteilt alle Anfragen der Clients nach einem gewissen Algorithmus. Das kann beispielsweise ein Nginx Webserver sein.

Anwendungsserver

Node.js 1 - Node.js 4 sind die Anwendungsserver. Diese kommunizieren mit den Datenbankservern. Werden beispielsweise Bilder hochgeladen, so sollten diese Anwendungsserver auch alle zugriff auf einen gemeinsam genutzen persistenten Speicher haben - Shared Storage.

Datenbankserver

MongoDB Shard 1 und MongoDB Shard 2, sind die Datenbankserver. Die horizontale Skalierung erfolgt bei MongoDB über sogenannte Shards (Scherben). Nicht jeder Datenbankserver verfügt über den selben Datenbestand. Ein vereinfachtes Beispiel wäre: Alle Kundendaten deren Vornamen dem Buchstaben A-M beginnt, liegen auf Shard 1, von N-Z liegen auf Shard 2.

Die Grafik ist stark vereinfacht. Müssten beim Anwendungsserver weiters Mongo Router vorhanden sein. Diese Router entscheiden welche Abfrage an welchen MongoDB Server geleitet wird. Weiters bestehen die Shards aus einem Replication Set, dies ermöglicht Hochverfügbarkeit und hohe Datensicherheit.

Mongo Shard[2]

Quellen

https://de.wikipedia.org/wiki/Representational_State_Transfer
https://www.ionos.at/digitalguide/websites/web-entwicklung/hateoas-alle-informationen-zu-der-rest-eigenschaft/
https://de.wikipedia.org/wiki/HTTP-Authentifizierung
https://medium.com/@kennch/stateful-and-stateless-authentication-10aa3e3d4986